Wie Arbeitnehmer den Aufbau einer eigenen Betriebsvorsorge systematisch managen.
Initiative. Seit 2002 haben Arbeitnehmer das Recht, einen Teil ihres Gehalts in eine Betriebsrente umzuwandeln. "Das ist effektiv", urteilt Finanzplaner Robert Hiotoglou. Doch die Abgabenlast im Alter schwächt den Ertrag. Unbesehen attraktiv sind Angebote zumeist, wenn die Firma einen Zuschuss beisteuert oder der Angestellte privat krankenversichert ist.
Die Auswahl der Vorsorge trifft der Arbeitgeber. Ob das Angebot kostengünstig ist, zeigt die Höhe der Garantierente. Erstes Indiz: Bringt die Bruttoprämie, die in die Betriebsrente fließt, mehr als bei einer Privatrente? Günstig fahren Sparer mit ungezillmerten Tarifen, die nicht sofort mit der vollen Provision belastet werden. "Nachfragen lohnt", rät Hiotoglou.
Gegen-Check. Ob das Spargeld in der Betriebsrente gut investiert ist, zeigt erst ein profunder Vergleich mit alternativen Anlagevarianten. Der ist aber kompliziert. Profi s helfen gegen Honorar dabei: etwa Verbraucherzentralen, gerichtlich zugelassene Versicherungsberater oder zertifizierte Finanzplaner.
Vertrag. Vertragszusätze, etwa Schutz für Hinterbliebene oder Berufsunfähigkeit, sind bei vielen Betriebsrenten möglich, lassen sich aber meist privat flexibler organisieren. Zudem schmälern die Zusätze die Altersrente. "Sinnvoll für jedermann ist die Beitragsbefreiung bei Berufsunfähigkeit", so Hiotoglou.
Kontrolle. Vor allem Offerten auf Fondsbasis behalten Sparer nach dem Abschluss im Auge, um bei Bedarf nachzujustieren. Alle Anleger haben das Recht, regelmäßig - etwa alle zwei Jahre - vom Chef die Höhe ihrer Ansprüche zu erfahren.